am kehler jacht hafen

wellen töne im western style
mit spatzen im baum
nach einer rhein havarie
montag morgen
kurze badhosen und tops
an schiffen mit diesel rauch
andere springen ins nass
wasser türme und schlick
startende motoren und ewiges getucker
man kennt sich
am whisky und bier
verbrachte zeit am hafen
am boots rad
vorbei und weg

Musik!

Stimmt eben doch,
dass das Einfache – so einfach doch nicht – mich bewegt
ihr auch –
und zu zeigen
mir ein Gefallen bleibt.
Ohne Konzession
und mit lauter Musik
ich mich bewege
bei einer Platte – Vinyl!
JAZZ (19 seventy eight – CBS HH/CC).
Und höre
sausen da die Ohren
fürs Leben gerne!

Texte schreiben

Wenn Texte sich selber schreiben könnten, hätte ich nichts zu tun, denn diese Texte wären eine Möglichkeit der Befreiung von Mühsal, Zeit und qualvoller Druckfahnenkorrektur.
Diese Texte würden aber mir vorgeben, was sie zu sagen hätten. Sie würden vielleicht von mir nicht mehr gelesen werden, wenn ich ihren Inhalt nicht mehr interessant fände.
Das wäre fatal – für die Texte. So könnte ich nur faul herumliegen und nichts tun, einen Sonnenbrand nach dem andern kriegen und im Halbstundentakt ins Wasser springen. weiterlesen…

mein Lied

      1. mein Lied

webend

webend

wenn in die Zukunft die Zeit geht
der Ort des Lebens hier ist
dann einiges sich entwickelt
oben in den Wipfeln der Bäume halte ich mich
wo die Wälder dicht sind
und Blattadern vor meinen Augen im Sonnenlicht glänzen weiterlesen…

An alle reisend Lesenden

Bildgleichung für Einfühlsame

Als ob das Gedicht im Gehirn
beim Zungenschlag
auf dem Dach
im Schlafgemach
durch den Mandelkern
im unten anhängenden Gewächs
und auf den Hügelchen
beim Rossmonster
durch diese strukturierte
Eiweissmasse
in Massen flitzt
als wäre es jeweils
nur ein gewachsener Gedanke
– mehr denn –
ein Flügelschlag eines Schmetterlings
oder
durch äussere Ränder der Ohrmuschel
wirkt, dichtet und denkt