Strom – Gedanken

I
spürst du
endet es damit
hast du
willentlich
trägt, drängt dich
ist da
plötzlich
aber nichts
was bleibt

II
Nimmst du das wahr, was damit endet, dass du dies hast, was aus deinem willen entspringt und dich trägt und dich drängt, dann ist es da unvermittelt, aber eben nichts ist es, was bleibt.

III
Wahrgenommen, eingegeben, angenommen, dass das Ende schliesslich, das es erreicht, aus deinem willen entspringt und tragend, dich weiterhievt und weiterbringt, danach da ist unvermittelt, plötzlich, dennoch nicht ist, was bleiben kann und doch spuren hinterlässt.

IV
wahr, da, in Händen, somit ist endlich schliesslich und willentlich, getragen, weitergeschlittert, fortgeschritten, mit der Zeit abrupt, nun, doch nicht so ist, wie gekonnt es bleibt und spürbar verschwindet und doch bleibt.

V
jetzt nun unerschütterlich präsent in deinen Händen so schliesslich am ende und vom Willen her portiert weitergerutscht fortgetragen zeitlich bedingt unwillkürlich heftiger Schluss jetzt aber doch nicht auf diese Art und Weise so wie gekonnt bleibend und gespürt versinkend und doch bleibt es

VI
Nun, da du es in Händen hältst – unerschütterlich und fest entschlossen in diesem Augenblick, Fängst du an darüber nachzudenken. Deine Gedanken aber sind nicht fassbar. Eines kommt, das andere geht, schwindet, entzieht sich deiner näheren Betrachtung, als ob der Wille sie gebracht habe, aber sobald wieder zu sich nehme und verschwinden lasse. Und willkürlich in diesem Zustand ringt das eine mit dem anderen, obwohl sie beide zusammengehören, aber doch beides sind.

Heftig schliesst sich da der Gedankenkreis, löst sich in Wohlgefallen und Verdrängung. Er wird fortgetragen und macht etwas Platz, das nicht auf diese Art und Weise verarbeitbar ist, gekonnt bearbeitet werden kann. So sinkt er hin und bleibt doch.

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